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Christian Oelemann - Ach, übrigens...
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19.08.2010

... in der TAZ stand heute ein bemerkenswertes Interview mit Burghard Klaußner, einem der für mich interessantesten zeitgenössischen Schauspieler in Deutschland - vielen vor allem durch Hanekes "Das weiße Band" bekannt:

www.taz.de/1/leben/film/artikel/1/ich-habe-gelernt-mich-zu-maessigen/


16.08.2010

..., Clint Eastwood, sicher ein großer Name. Meine Hochachtung genießt er allerdings nicht, zumindest nicht als Regiesseu! Soeben sah ich "Letters from Iwo Jima, Clintwoods Aufarbeitung des zweiten Weltkriegs, der sich bekanntermaßen zwischen Japan and Gods own country zugetragen hat. Man lernt dabei, dass viel geschossen wurde, und dass viel gestorben wurde. Insofern ehrenwert, denn das wussten wir ja nicht. Aber dieser Film ist unerträglich kitschig, bemüht Gefühle, die sich angesichts der pausenlosen Ballerei verbieten sollten. Brief von der Mutter, das neugeborene Kind nicht einmal gesehen ...am Ende sterben viele für die gute Sache. Und Eastwood lässt sie uns gern sterben sehen, weil der Ami grundsätzlich nicht Feind ist sondern auf der Seite der Gerechten kämpft. Den anderen Film, der dieselbe kriegerische Auseinandersetzung aus amerikanischer Sicht darstellt, will ich jetzt erst gar nicht mehr sehen. Ser Japan-Aspekt Eastwoods war mir amerikanisch genug!


09.08.2010

..., dass Paul Auster ein hervorragender Autor ist, brauche ich wohl kaum zu erwähnen. Wohl aber, dass ich mir nicht vorstellen kann, Austers neuen Roman "Unsichtbar" anders zur Kenntnis zu nehmen als vorgelesen von Burghardt Klaußner. Klaußner ist ein überragender Auster- Interpret, man könnte annehmen, man habe es mit Paul Auster himself zu tun.
Ganz große Kunst! Sowohl Text als auch Darbietung!


08.08.2010

..., Trailer! Hast du dir schon einmal einen Kinofilm angeschaut, weil dir der Trailer dazu gefallen hat? Im Trailer wird in wenigen Minuten mit Filmausschnitten dafür geworben, dass man ihn sieht, also eine Kinokarte dafür kauft. Im Trailer zeigen die Vermarkter, was sie von uns Zuschauern halten. Was sie, die Vermarkter, für neugierigmachend halten.
Ich sah mit enormer Begeisterung letzte Woche "Das Konzert", ohne zuvor den betreffenden Trailer gesehen zu haben, und das war gut so, weil ich mich andernfalls vom Kino ferngehalten hätte nach diesem Trailer! Jetzt kenn ich ihn und bin entsetzt. Die Werbefuzzis, bestimmt gut bezahlt, schaffen es, einem noch den besten Film madig zu machen. Den von mir begeistert aufgenommenen Streifen hätte ich, wäre mir der Trailer vorher bekannt gewesen, nicht besucht! Jetzt komme ich allerdings insofern ins Straucheln, als Bekannte, deren Meinung ich duchaus schätze, neue Filme gesehen haben, die ich nach Kenntnisnahme ihrer Trailer im Vorprogramm des eben erwähnten Films "Das Konzert" sofort verworfen hätte, als nicht sehenswert einstufte.
Nicht viel besser ist es um die Klappentexte neuer Romane bestellt.
Man könnte kotzen, vor allem als ihr Autor.

Davon kann ich ein Lied singen, leider!
"Wird es der sympathischen Alleskönnerin am Ende gelingen, den Ring zu sprengen, den ihr Eltern, Mann und sogar ihre Kinder um sie schmiedeten?"
Ja, verdammt! Es wird ihr gelingen! Aber lies bitte trotzdem!


04.08.2010

... schäme ich mich dafür, dass ich manchmal SPIEGEL lese. Um das zu erklären, verweise ich auf folgenden, unsäglichen Artikel:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,710020,00.html.
Man beachte, welche Anklickworte rechts daneben angeboten werden! Islamistischer Terrorismus! Wie nennt der SPIEGEL denn dann unseren unterschwelligen Geifer, wenn auf dem Gazastreifen mehr und mehr Siedlungen gebaut werden, die für viele Palästinenser mittelbar das Aus bedeuten? Israelistisch?

Nicken wir das christizischtich ab, weil Obama das auch tut?
Islamistisch ist ein von der Journaille erfundendes Wort, das implitzeren soll: wir alle schätzen die Religionsfreiheit. Jeder soll glauben dürfen, was er will. Aber Islam, gut und schön. So lange sie es uns nicht übel nehmen, dass wir sie über den Tisch ziehen. Das aber tun wir ständig.
Und wenn sie dann aufmüpfig werden, schicken wir Soldaten. Verteidigen Deutschlands Freiheit am Hindukusch.
Aber große Sache, wenn dann mal Tote zu beklagen sind! Besser wäre ohne, na klar!
Aber: Bündnistreue! Schröder hat Bush junior uneingeschränkte Solidarität gelobt. Und selbst Obama hätte gern mehr deutsche Soldaten in Afghanistan, noch während er über den Abzug seiner Truppen räsoniert. Wir werden fortwährend verarscht!
















olanhöhen mehr und mehr Siedlungen gebaut werden


02.08.2010

…, großes Kino bietet ein neuer Film Radu Mihaileanus, vielen bekannt durch seinen unglaublichen Streifen „Zug des Lebens“. Heute erlebte ich „Das Konzert“. Gemeint ist die Aufführung von Tschaikowskys Violinkonzert, undzwar von einem Orchester, das von seinem Dirigenten in aller Eile zusammengestellt wird und aus jüdischen Musikern besteht, die in der Brechnjew-Ära aus dem Bolschoi-Orchester gemobbt wurden.
Trotz des traurigen Hintergrunds ist „Das Konzert“ jedoch kein trauriger Film sondern trägt die unverkennbare Handschrift von Radu Mihaileanu, dem in Israel geborenen Rumänen, der heute einer der großen Filmemacher Frankreichs ist und ein Schüler Woody Allens im Geiste allemal.
Heraus ragt neben der Regie ein mir bis dato unbekannter Schauspieler namens Aleksei Guskov und natürlich die exorbitante Mélanie Laurent, über die ich an dieser Stelle vor Jahren wegen „Keine Sorge, mir geht’s gut“ und „So ist Paris“ bereits schwärmte.
Wikipedia hat zum Film einen Eintrag, der hilfreich ist.
Ich gehe heute von Tschaikowsky umgehauen ins Bett und freue mich, wieder einmal bereichert zu sein.